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CAM-Photosynthese

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Was ist CAM-Photosynthese?

CAM-Photosynthese (Crassulacean Acid Metabolism) ist eine spezialisierte Form der Photosynthese, die es Pflanzen ermöglicht, unter wasserarmen Bedingungen effizient zu überleben. Der Kern dieses Prozesses liegt darin, dass Pflanzen Kohlendioxid (CO2) während der Nacht aufnehmen, wenn die Luftfeuchtigkeit höher ist und die Verdunstungsraten niedriger sind, und es dann tagsüber für die Photosynthese nutzen.

Mechanismus und Effizienz

Im Gegensatz zur herkömmlichen Photosynthese speichern CAM-Pflanzen nachts aufgenommenes CO2 als organische Säuren in ihren Vakuolen. Tagsüber, wenn die Spaltöffnungen (Stomata) geschlossen sind, um Wasserverlust zu minimieren, wird das gespeicherte CO2 für die Photosynthese freigesetzt. Diese Strategie ermöglicht es CAM-Pflanzen, effizient Wasser zu sparen und gleichzeitig den Photosyntheseprozess aufrechtzuerhalten.

Vorkommen und Anpassung

CAM-Photosynthese findet sich bei vielen Sukkulenten, einschließlich Kakteen, einigen Orchideenarten und anderen Pflanzen, die in ariden oder semiariden Umgebungen leben. Diese Pflanzen haben sich an Umgebungen mit intensiver Sonneneinstrahlung und begrenzter Wasserressource angepasst. Die Fähigkeit, den Gasaustausch zu Zeiten geringerer Wasserverdunstung durchzuführen, macht CAM-Photosynthese zu einer idealen Überlebensstrategie in diesen harschen Bedingungen.

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Ökologische Bedeutung

Die CAM-Photosynthese spielt eine wichtige Rolle in Ökosystemen mit Wasserstress und trägt zur Diversität und Produktivität der Pflanzenwelt bei. CAM-Pflanzen sind oft Schlüsselarten in ihren Habitaten, da sie effizient Ressourcen nutzen und Lebensräume stabilisieren, die sonst für viele Lebensformen zu unwirtlich wären.

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