Kallus

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Was ist Kallus?

Kallus ist ein pflanzliches Gewebe, das typischerweise an Stellen von Verletzungen oder Schnitten entsteht. Es bildet sich aus undifferenzierten Zellen, die das Potenzial haben, sich zu verschiedenen Zelltypen zu entwickeln. Diese Fähigkeit macht Kallusgewebe besonders wichtig für die Heilung und Regeneration von Pflanzengewebe.

Funktion und Bildung

Kallus dient primär der Wundheilung und der Regeneration beschädigter Pflanzenteile. Nach einer Verletzung der Pflanze, sei es durch Schnitt, Bruch oder andere mechanische Einwirkungen, bildet sich Kallus, um die Wunde zu überdecken und das Eindringen von Krankheitserregern zu verhindern. Mit der Zeit kann aus dem Kallus neues Gewebe entstehen, das die verletzte Stelle regeneriert.

Verbindung zur Kambiumschicht

Die Kambiumschicht ist ein spezielles Meristemgewebe, das für das sekundäre Dickenwachstum von Pflanzen verantwortlich ist. Obwohl Kallus oft in Verbindung mit Verletzungen nahe der Kambiumschicht entsteht, ist es von dieser zu unterscheiden. Kallus bildet sich als Reaktion auf Verletzungen und kann aus verschiedenen Zelltypen entstehen, nicht nur aus dem Kambium.

Anwendung in der Pflanzenzucht

In der Pflanzenzucht und beim Klonen von Pflanzen spielt Kallus eine entscheidende Rolle. Durch das Schneiden von Stecklingen und deren Kultivierung unter kontrollierten Bedingungen können Gärtner und Forscher das Kallusgewebe dazu anregen, sich zu vollständigen Pflanzen zu entwickeln. Diese Technik wird unter anderem genutzt, um genetisch identische Kopien von Pflanzen zu erzeugen.

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Bedeutung für die Pflanzengesundheit

Die Fähigkeit von Pflanzen, Kallus zu bilden, ist ein Zeichen ihrer Regenerationsfähigkeit und Vitalität. Ein gesundes Kallusgewebe ist essenziell für die erfolgreiche Heilung von Verletzungen und die Abwehr von Infektionen. Es trägt somit maßgeblich zur Gesundheit und Langlebigkeit von Pflanzen bei.

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