Staunässe bezeichnet eine Situation, in der Boden über längere Zeit wassergesättigt ist, weil Wasser nicht richtig abfließen oder verdunsten kann. Häufig entsteht dies durch übermäßiges Gießen, anhaltenden Starkregen, schlechte Bodenbeschaffenheit oder mangelnde Drainage.
Ursachen
Zu den Hauptursachen zählen neben übermäßigem Gießen und anhaltendem Starkregen auch die Bodenbeschaffenheit (insbesondere schwere, lehmige Böden) und das Fehlen einer Drainage in Pflanzgefäßen. Auch die Beschaffenheit des Pflanzortes, wie Mulden im Garten, kann Staunässe begünstigen.
Prävention und Behandlung
Zur Vermeidung von Staunässe sollten folgende Maßnahmen ergriffen werden:
- Bodenprüfung und -auflockerung: Bei schlecht durchlässigem Boden hilft das Einbringen von Sand oder Kompost und das regelmäßige Lockern des Bodens.
- Drainage im Beet und Kübel: Eine Drainageschicht aus Materialien wie Kies, Blähton oder Bimsgranulat kann helfen. Insbesondere Bimsgranulat ist eine nachhaltige und effektive Option. Es lockert den Boden auf, sorgt für eine optimale Bodenbelüftung und leitet Wasser effektiv an die Wurzeln. Zudem hat es eine hohe Strukturstabilität und lange Haltbarkeit.
- Richtiges Gießverhalten: Es ist wichtig, die Pflanzen nur bei Bedarf zu gießen und Staunässe in Untersetzern zu vermeiden. So gießt man Pflanzen richtig.
- Notfallmaßnahmen: Bei Staunässe sollten betroffene Pflanzen aus der Erde genommen, die Wurzeln auf Wurzelfäule untersucht und abgestorbene Teile entfernt werden.
Ökologische Bedeutung
Obwohl Staunässe oft als negativ für viele Pflanzenarten angesehen wird, gibt es auch Pflanzen, die in solchen Bedingungen gedeihen, wie beispielsweise bestimmte Wasserpflanzen und Sumpfpflanzen. Diese Pflanzen spielen eine wichtige Rolle in ihren jeweiligen Ökosystemen.