Turgor

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Was ist Turgor?

Turgor, oft als Turgordruck bezeichnet, ist der Druck, der von der Zellflüssigkeit (Zellsaft) gegen die Zellwand in Pflanzenzellen ausgeübt wird. Dieser Druck entsteht durch die Aufnahme von Wasser in die Zelle, was durch osmotische Prozesse verursacht wird.

Die Rolle des Turgors in Pflanzen

  • Stützfunktion: Der Turgordruck verleiht Pflanzen ihre Festigkeit und Struktur. Ohne ausreichenden Turgor verlieren Pflanzen ihre Stabilität und welken.
  • Wachstumsprozesse: Turgor ist entscheidend für das Wachstum von Pflanzenzellen, insbesondere für das Streckungswachstum.
  • Blattbewegungen: Viele Pflanzen nutzen Veränderungen des Turgordrucks für Bewegungen, wie das Öffnen und Schließen von Stomata (Spaltöffnungen) oder Blattbewegungen.

Mechanismus des Turgordrucks

  • Der Turgordruck entsteht, wenn Wasser durch Osmose in die Zelle fließt, da die Konzentration gelöster Stoffe (Salze und Zucker) innerhalb der Zelle höher ist als in der Umgebung. Dies führt dazu, dass Wasser in die Zelle strömt, um das Konzentrationsgefälle auszugleichen.
  • Die Zellwand, eine feste Struktur, die die Zellmembran umgibt, wirkt dem inneren Druck entgegen und verhindert das Platzen der Zelle.

Osmotischer Druck und Turgor

  • Der osmotische Druck ist der potenzielle Druck, der durch gelöste Stoffe in der Zellflüssigkeit erzeugt wird und Wasser in die Zelle zieht.
  • Der Turgordruck ist der tatsächliche Druck, der entsteht, wenn die Zelle Wasser aufnimmt und sich gegen ihre Zellwand ausdehnt. Er entspricht dem osmotischen Druck, sobald ein Gleichgewicht erreicht ist.
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Bedeutung des Turgors für die Pflanzengesundheit

  • Ein hoher Turgordruck ist ein Indikator für gut hydrierte und gesunde Pflanzen. Ein Verlust an Turgor, beispielsweise durch Wassermangel, führt zu Welkeerscheinungen, da die Zellen ihre Festigkeit verlieren.
  • Regulierung des Turgordrucks ist entscheidend für die Aufrechterhaltung der Pflanzenfunktionen, insbesondere unter wechselnden Umweltbedingungen.

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